Semiautomatische Zeitmessung, Zielrichtererfassung und Auswertung - SV Neptun Emden setzt beim Sprintmeeting zum zweiten Mal digitale Lösung der Hochschule Emden/Leer ein

In Kooperation mit der Hochschule Emden/Leer ist eine semiautomatische Zeit- und Zielrichterdatenerfassung mit anschließender Auswertung im Rahmen einer Projektgruppenarbeit entstanden. Die Daten werden über ein Austauschformat im Anschluss direkt vom Wettkampfprogramm EasyWK übernommen. Der Projektgruppenbericht ist über diesen Link verfügbar.

Die Zeiterfassung erfolgt hierbei durch einen direkten Abgriff des Startsignals von der Startanlage und mit Drückern (pro Zeitnehmer). Die Zeitstempel werden von Raspberry PIs erfasst und per WLAN an einen Kontrollrechner übergeben. Ebenfalls an diesen Rechner werden die Zielrichterentscheide von den Zielrichtern übermittelt. Die Eingabe erfolgt durch die Zielrichter über eine Smartphone-App. Sämtliche Daten werden im Anschluss zur Rechner-unterstützten Auswertung weitergereicht, von wo diese dann an das Wettkampfprogramm EasyWK digital übertragen werden. Diese Lösung hatte beim letztjährigen Adventsschwimmen bereits die Feuerprobe erfolgreich bestanden.

Beim Sprintmeeting 2019 wurde zu diesem System eine Livedarstellung der gemessenen Zeiten auf einem Großdisplay ergänzt. Dies ist das Ergebnis einer Projektarbeit des Studenten Marc Pollmann. Damit konnten alle Aktiven, Trainer und Zuschauer noch dichter am Wettkampfgeschehen partizipieren. Die Anzeige dieser (nicht amtlichen) Zeiten ist bei allen Beteiligten sehr gut angekommen.

Die Vorteile dieses semiautomatischen Systems sind unter anderem:

  • Reduktion der manuellen Eingaben und der damit verbundenen Aufwände,
  • Vermeidung des Aufwands für den Transport der Zeit- und Zielrichterkarten zur Auswertung,
  • Verringerung von Übertragungsfehlern,
  • genauere Zeitmessung durch den elektronischen zeitgleichen Start der Zeitnahmen,
  • Vereinfachung der Auswertung,
  • beschleunigte Datenverarbeitung gegenüber einer manuellen Lösung und
  • Live-Darstellung aller gemessenen Zeiten.

Das Besondere dieser Lösung ist, dass man hiermit bereits viele Vorteile einer komplett elektronischen Zeitnahme (über Anschlagmatten) hat – und dies bei wesentlich geringeren Kosten.  

Prof. Dr. Dirk Rabe möchte auch zukünftig die semiautomatische Wettkampfdatenerfassung im Rahmen von spannenden studentischen Arbeiten weiterentwickeln – und vielleicht ja auch zu einem Produkt ausbauen, das auch anderen interessierten Vereinen zugänglich gemacht werden kann.